Warum wir nicht auf reiner Erfolgsbasis abrechnen? In Ihrem Interesse!

Vor allem im Bereich kleinerer Unternehmen existiert hinsichtlich der Vergütung bei M&A-Projekten zum Teil  die Vorstellung, dass – da etwas ge- oder verkauft wird – ein Honorar erst und nur im Erfolgsfall zu zahlen wäre. Ganz so, wie man es von Immobilienmaklern kennt. Diese Assoziation ist nicht ganz richtig. Dies ist allein schon an der Laufzeit zu erkennen: Projekte, die die Veräußerung eines Unternehmens zum Inhalt haben, dauern schnell sechs, neun oder zwölf Monate oder länger. Hier haben wir mehr dazu geschrieben. Hier aber nun zu den Hauptgründen, warum wir nicht auf reiner Erfolgsbasis arbeiten:

  1. Ehrlicherweise muss gesagt werden, dass eine gewisse Anzahl von M&A-Projekten scheitert. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Will man auf reiner Erfolgsbasis abrechnen, müssen die erfolgreichen Projekte die scheiternden, an denen man auch meist sehr lange und intensiv gearbeitet hat, quersubventionieren. Das hat zur Folge, dass man eine entsprechend große Zahl parallel laufender Projekte benötigt, um ein angemessenes Ergebnis zu erzielen. Da die zeitlichen und personellen Ressourcen natürlich begrenzt sind, verbleiben entsprechend geringere Teile für das einzelne Projekt. Da diese Begrenzung den hohen Qualitätsansprüchen von Thomas Rottmann Consulting. und unserem Prinzip einer bestmöglichen und persönlichen Projektbearbeitung zuwider laufen würde, beschränken wir die Anzahl parallel laufender Projekte auf eine sehr geringe Anzahl. Hiervon profitiert jeder unserer Auftraggeber unmittelbar und spürbar.

  2. Zu Beginn eines jeden Projektes steht die Erstellung eines Exposés, das auch eine Unternehmensbewertung enthält. Unsere Exposés sind dabei recht detailliert und umfangreich gestaltet, was Interessenten in die Lage versetzt, eine grundsätzliche Vorentscheidung zu treffen. Dies wiederum bewahrt unsere Auftraggeber vor unnötigen Gesprächen mit vermeintlichen Interessenten die erst aufgrund spät erhaltener Informationen realisieren, dass das jeweiilige Unternehmen doch nicht das richtige für ist.Allein dieses ausführliche Exposé mit der enthaltenen Unternehmensbewertung ist einige tausend Euro wert (und kann natürlich auch einzeln beauftragt werden).

  3. Die Zahlung eines geringen monatlichen Basisbetrages (sog. „Retainer“) oder einer vergleichbaren Abrechnungsform unterstreicht auch die Ernsthaftigkeit des Veräußerungsvorhabens und verhindert, einfach „einmal ausprobieren“ zu wollen, ob sich Kaufinteressenten finden und was man für einen Preis erzielen könnte. Dahinter steht manchmal auch die Überlegung man würde ja verkaufen, ein jemand „mit viel Geld“ käme und einen hohen Preis böte. Auch kommt es immer wieder vor, dass ein Verkäufer nach Monaten intensiver Arbeit und sich nähernder Realisierung feststellt, dass er sein Unternehmen doch nicht veräußern möchte.

  4. Eine Vergütung auf Basis eines Retainers sowie einer erfolgsabhängigen Vergütung entspricht durchaus den Branchengepflogenheiten, wobei die variable Vergütung häufig der sog. „Lehman-Formel“ folgt. Diese wurde in den Siebzigern von der US-amerikanischen Bank Lehman Brothers entwickelt und geht von abnehmenden Prozentsätzen bei zunehmenden Transaktionsvolumina aus. Ursprünglich betrugen diese 5 % auf die erste Million $, 4 % auf die zweite Million $, 3 % auf die dritte, 2 % auf die vierte und 1 % auf jede weitere Million $. Aufgrund inflationärer Entwicklungen haben sich heute Prozentsätze wie auch die Betragsgrenzen verändert, allerdings wird das grundsätzliche Prinzip abnehmender Prozentsätze nach wie vor häufig angewandt.

Zusammenfassend ist es Thomas Rottmann Consulting. wichtig, fair miteinander umzugehen und ein für beide Seiten – Auftraggeber wie Auftragnehmer – zufriedenstellendes Abrechnungsmodell zu vereinbaren. Dabei sind wir durchaus für verschiedene Varianten offen und bieten regelmäßig Alternativen zu unserem Standard an.